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Aalener Jahrbuch 2006-08

Geschichts- und Altertumsverein Aalen e.V. (Hg.): Aalener Jahrbuch 2006-08, 432 Seiten mit zahlr. s/w-Abb., brosch., 19,50 Euro, ISBN 978-3-9810452-3-9

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Der Geschichts- und Altertumsverein Aalen legt in seiner Forschungsarbeit seit einigen Jahren einen Schwerpunkt auf Themen der Zeitgeschichte. Während in der letzten Ausgabe seines Jahrbuchs die Entwicklung der NSDAP in den 1920er Jahren verfolgt worden war, wird in dem neu erschienenen Band die Zeit 1934 bis 1939 verhandelt. Sieben Beiträge beleuchten die 1930er Jahre in der Kochstadt aus unterschiedlichem Blickwinkel und zeigen, wie die nationalsozialistische Ideologie alle Lebensbereiche durchdrungen hat. Nach dem Sturz des Oberbürgermeisters Friedrich Schwarz am 1. Februar 1934 betrachteten sich die Parteigenossen der NSDAP in Aalen als uneingeschränkte “Wächter des neuen Staates”. Die Vorgaben der Nationalsozialisten regelten ab sofort, was in Gewerbe und Landwirtschaft zu geschehen hatte. Zugleich wurde die systematische Beeinflussung aller Altersgruppen mit NS-Gedankengut vorangetrieben; die rassistisch legitimierte “Volksgemeinschaft” war das Maß aller Dinge und prägte alle Lebensbereiche, so dass noch vor dem Ende der 1930er Jahre “Gleichschaltung” erreicht war.