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Migration und Museum

Henrike Hampe (Hg.): Migration und Museum. Neue Ansätze in der Museumspraxis. Münster: Lit Verlag, 2005 (Europäische Ethnologie, Bd. 5), 160 Seiten, brosch., 14.90 Euro, ISBN 3-8258-8698-0

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Migration und Museum“ vereinigt dreizehn Beiträge einer Tagung der Arbeitsgruppe Sachkulturforschung und Museum in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, die im Oktober 2004 im Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm stattgefunden hat. Die Aufsätze befassen sich aus unterschiedlicher Perspektive mit Fragen und Problemen der Musealisierung von Migration, einem Thema, das in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Die Ulmer Tagung verstand sich als Beitrag zu der Diskussion um die Gründung eines zentralen Migrationsmuseums, einer Debatte, die jüngst durch den Vorschlag des Berliner Kulturstaatsministers Bernd Neumann, die vom Bonner Haus der Geschichte erarbeitete Ausstellung „Flucht, Vertreibung, Integration“ zum „Herzstück für künftiges Gedenken an Vertreibung“ zu machen, neue Nahrung erhalten hat. Der Tagungsband bietet einen guten Überblick über den Stand der Dinge in Sachen „Migration und Museum“, wenn auch neue Ansätze, wie sie der Untertitel der Publikation verspricht, nicht unbedingt zu erkennen sind.