Viele nennen es das "Öl des 21. Jahrhunderts": geistiges Eigentum. Automation ersetzt körperliche Arbeit, Daten, Wissen, Ideen und Kultur wird zum wichtigsten Rohstoff und Handelsgut. Damit rückt auch das Urheberrecht an zentrale Stelle. Was früher nur einige Künstler und Verlage berührte, regelt heute den Großteil unserer Kultur- und Wissens-Wirtschaft - und zunehmend unseren Alltag.
Die einen fordern strengere Gesetze zum Schutz kreativer Leistungen, die andern meinen verlangen nach neuen Rechts- und Geschäftsmodellen zur Förderung von Kreativität und Bildung. Die Politik hat weltweit mit neuen Verträgen und Richtlinien reagiert, in Deutschland mit der Reform des Urheberrechts, deren zweiter Korb am 1. Januar 2008 in Kraft trat.
Was ist anders geworden? Was bedeutet das neue Recht für den eigenen Alltag? Die Bundeszentrale für Politische Bildung hat ein
Onlinedossier zusammengestellt, das aufklären und in ein komplexes Rechtgebiet einführen möchte. Texte, Materialien und Glossars vermitteln Hintergründe und Begriffe. Statistiken machen den Umfang des Handels mit geistigem Eigentum greifbar, Interviews verdeutlichen die Standpunkte der verschiedenen Akteure.