
Das Grundproblem aller digitalen Speichermedien sind ihre „entdinglichten Daten“ – man kann ohne Strom nichts sehen und nichts lesen. Außerdem veralten die Speidermedien rasend schnell. Ein 300 Jahre altes Buch kann ohne technischen Aufwand aufgeschlagen und benutzt werden, aber die vor 20 Jahren auf 5,25-Zoll-Floppys abgespeicherte Magisterarbeit ist in ihrem Medium gefangen: Welcher PC oder Mac hat noch ein Diskettenlaufwerk? So ist es kein Zufall, dass der Microfilm derzeit eine gewisse Renaissance erlebt. Ein jüngst erschienener Artikel in der FAZ gibt einen gerafften Überblick über die Schwierigkeiten der zuverlässigen Langzeitarchivierung digitaler Daten.