Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg

 

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Basiswissen Museumsarbeit
Fortbildungen für Museumspersonal
Jahresprogramm 2010



Klima in Ausstellungen und Depots

Die Klimawirkungen in Ausstellungsräumen und im Depot werden in vielen Museen zu wenig berücksichtigt, weil Schäden an den Sammlungsobjekten erst langfristig sichtbar werden. Zur Vorbeugung kann eine einfache Strategie von jedermann verfolgt werden, um die Bedingungen für das Klima und den Lichtschutz zu verbessern sowie Schädlingsbefall zu verhindern. Stichworte für die Umsetzung dieser Strategie sind: Vorsorge, Klimastabilisierung, Überwachung. Neben einer allgemeinen Einführung erhalten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die Situation am Veranstaltungsort zu analysieren und mit dem Referenten zu diskutieren. Es werden  praxisnahe Maßnahmen erörtert, die die Klimasituation für die Objekte verbessern. Ziel des Seminars ist es, die Teilnehmer zu ermutigen, eine unzureichende Klimasituation nicht als unveränderbar hinzunehmen.

Referent: Kornelius Götz M.A. , Historiker und Restaurator, seit 1996 als freiberuflicher Planer im Büro für Restaurierungsberatung tätig.

Termin: Freitag, 26. März 2010, 10-17 Uhr
Anmeldung bis 15. März 2010
Ort: Eppingen, Stadtmuseum „Alte Universität“
Gebühr: 20,- Euro
Teilnehmerzahl: max. 20


Strategische Kommunikation.
Grundlagen zur Entwicklung und Vermittlung eines klaren Museumsprofils


Ein Flyer ist ein Flyer ist ein Flyer? Zu oft wird übersehen, welche Möglichkeiten und Mittel uns zur Verfügung stehen, um mit Kommunikation konkrete Ziele zu erreichen. Damit ist in diesem Fall die werbliche Arbeit eines Museums gemeint. Mit Hilfe von Kommunikationsmaßnahmen erzeugen und prägen wir das Erscheinungsbild eines Museums, wissentlich oder auch versehentlich. Was also gilt es zu beachten, wenn wir unser Museum bewerben? Die Teilnehmenden erhalten wichtige Tipps für die Konzeption der Museumskommunikation und sie bekommen Sicherheit im Umgang mit den Fachleuten, die an diesem Prozess beteiligt sind.

Referent: Johannes Zimmermann ist Diplom Grafik Designer und Inhaber der Agentur Zimmermann Visuelle Kommunikation in Stuttgart. Seit 1993 konzipiert, gestaltet, organisiert und produziert das Büro Design- und Kommunikationslösungen.

Termin: Freitag, 23. April 2010, 10–17 Uhr
Anmeldung bis 12. April 2010
Ort: Friedrichshafen, Zeppelin-Museum
Gebühr: 20,- Euro
Teilnehmerzahl: max. 20


Inventarisieren mit Primus

Die EDV-gestützte Inventarisierungshilfe der Landesstelle "Primus" hat mit der Version 2 jüngst eine weitere Entwicklungsstufe erklommen. Wir stellen Ihnen die neuen Errungenschaften von Primus 2.0 vor, das schneller, flexibler und komfortabler geworden ist. Theorie und Praxis greifen in diesem Workshop ineinander: Die Grundlagen der musealen Inventarisierung werden Ihnen vermittelt und in kleinen Gruppen arbeiten Sie exemplarisch mit dem neuen Programm.

Referenten: Frank Lang M. A. ist Kulturwissenschaftler am Landesmuseum Württemberg und freiberuflich als Ausstellungs- und Museumsgestalter tätig. Er beschäftigt sich mit Inventarisierungsfragen in Theorie und Praxis. Diplom-Restaurator Christoph Pitzen ist als Mitarbeiter der Landesstelle für Museumsbetreuung unter anderem für die Entwicklung der EDV-gestützten Inventarisierungshilfen zuständig.

Termin 1: Donnerstag, 29. April 2010, 10-16 Uhr
Anmeldung bis 9. April 2010
Termin 2: Donnerstag, 28. Oktober 2010, 10-16 Uhr
Anmeldung bis 8. Oktober 2010
Beide Termine sind leider bereits ausgebucht!
Ort: Stuttgart, Landesmuseum Württemberg
Gebühr: 50,- Euro
Teilnehmerzahl: max. 12


Aufsicht im Museum – Vom Schutz der Objekte bis zur Besucherbetreuung.
Für MitarbeiterInnen im Besucher-, Vorführ- und Aufsichtsdienst


Das Empfangs- und Aufsichtspersonal in Museen steht vor der alltäglichen Belastungsprobe, gleichzeitig für die Bewachung der Objekte verantwortlich zu sein und als erster Ansprechpartner den Eindruck über das Museum beim Publikum entscheidend mitzubestimmen. An die Bestandsaufnahme zum Arbeitsplatz der Museumsaufsicht schließt sich ein Kommunikationstraining an, das in drei Blöcken das Selbstverständnis der Aufsichten, den Umgang mit dem Besucher sowie Strategien zur Konfliktvermeidung schult.

ReferentInnen: Der Historiker Dr. Christian Rak führt Kommunikationstrainings in Wirtschaftsunternehmen durch und hat im Museumsbereich an mehreren Ausstellungsprojekten mitgearbeitet. Die Kunsthistorikerin Dr. Dina Sonntag ist seit 1998 bei der Landesstelle für Museumsbetreuung und war davor als freie Kunstvermittlerin tätig.

Termin: Montag, 14. Juni 2010
Anmeldung bis 31. Mai 2010
Ort: Mühlacker, Museum
Gebühr: 20,- Euro
Teilnehmerzahl: max. 20


Jeder Mensch hinterlässt Spuren - Genealogie im Archiv und Internet.
In Kooperation mit dem Landesarchiv Baden-Württemberg


Für die Erforschung ortsbedeutender Persönlichkeiten wie für die Untersuchung der sozialen Lebensumstände aller Bürger liefert die Familienforschung wichtige Beiträge. Erste Spuren finden sich in Kirchenbüchern, weitere Erkenntnisse lassen sich in den Archiven anhand vielfältiger Quellen gewinnen. Im ersten Teil des Seminars stellen die Staatsarchive ihre jeweiligen Bestände - auch im Rahmen einer Archivführung - vor. Inhaltliche Schwerpunkte bilden in Freiburg die genealogischen Quellen des 19. und 20. Jahrhunderts (Zweitschriften der südbadischen Standesbücher, Entnazifizierungsakten). In Ludwigsburg sind es die Quellen zur Familiengeschichte im 20. Jahrhundert und zur NS-Zeit. Im zweiten Teil wird gezeigt, wie die neuen Möglichkeiten der Internetgenealogie zu nutzen sind. Hier bieten Archive, Vereine, Privatpersonen und kommerzielle Unternehmen weltweit zahlreiche Datenbanken und digitale Bibliotheken für Familienforscher an. Anhand praktischer Beispiele aus der alltäglichen Museumsarbeit wird vorgeführt, wie die verschiedenen Quellengattungen miteinander vernetzt werden können, um mehr als nur die reinen Lebensdaten von längst verstorbenen Personen zu erhalten.

ReferentInnen: Dr. Elke Koch, Oberarchivrätin, ist zuständig für Überlieferungsbildung und Archivpädagogik im Staatsarchiv Ludwigsburg. Dr. Peter Müller, Leitender Archivdirektor, Leiter des Staatsarchivs Ludwigsburg. Dr. Christof Strauß, Oberarchivrat, ist zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Staatsarchiv Freiburg. Dr. Jürgen Weisser, Volkskundler und Theaterwissenschaftler, betreibt die Kultur- und Museumsberatungsagentur erstens:kultur in Freiburg und ist Mitglied im Verein für Computergenealogie.

Termin 1: Freitag, 9. Juli 2010, 10-17 Uhr
Anmeldung bis 28. Juni 2010
Ort: Freiburg im Breisgau, Staatsarchiv
Termin 2: Montag, 11. Oktober 2010, 10-17 Uhr
Anmeldung bis 27. September 2010
Ort: Ludwigsburg, Staatsarchiv
Gebühr: 20,- Euro
Teilnehmerzahl: je max. 20


Krieg und Diktatur. Die Zeit des Nationalsozialismus in der Ausstellung

Nach wie vor stellen Ausstellungen zur NS-Zeit keine Selbstverständlichkeit dar. Viele Bedenken müssen im Vorfeld von den Machern ausgeräumt werden. Doch das Interesse in der Bevölkerung ist groß, das Besucheraufkommen geht durch alle Generationen und es gibt kaum eine Ausstellung, deren Laufzeit aufgrund der guten Resonanz nicht verlängert wurde. Für das Seminar präsentieren drei Museen aus dem Land ihre Ausstellungsprojekte aus dem vergangenen Jahr. Stefan Zimmermann stellt das Thema Zwangsarbeit in der oberschwäbischen Landwirtschaft 1939 bis 1945 vor, ein Beitrag zum Projekt der Freilichtmuseen "Dorf unterm Hakenkreuz". Heiko Haumann erläutert Konzept, Umsetzung und Resonanz auf die Ausstellung "Yach im Zweiten Weltkrieg". Hannelore Grunert, Gemeinde Bisingen / Verein KZ-Gedenkstätten Bisingen, berichtet über das Zustandekommen der Ausstellung im Heimatmuseum und den Geschichtslehrpfad, der zum ehemaligen Konzentrationslager und Ölschieferwerk führt. Sie schildert die aktuellen Aufgaben des Heimatmuseums und die Zusammenarbeit mit den Schulen. An die Referate schließt sich die Besichtigung des Heimatmuseums an und eine Begehung des Lehrpfads.

ReferentInnen: Hannelore Grunert M. A. hat nach dem Studium der Ethnologie und Entwicklungssoziologie ein Volontariat am Stuttgarter Linden-Museum absolviert. Nach freier Tätigkeit arbeitet sie seit fünf Jahren für das Heimatmuseum Bisingen. Prof. Dr. Heiko Haumann lehrt Osteuropäische und Neuere Allgemeine Geschichte an der Universität Basel und ist ehrenamtlicher Betreuer des Heimatmuseums Yach. Stefan Zimmermann M. A. studierte Geschichte und Politikwissenschaft und ist seit 2007 am Bauernhaus-Museum Wolfegg. Er ist dort als Historiker und stellvertretender Museumsleiter tätig.

Termin: Freitag, 24. September 2010, 10-17 Uhr
Anmeldung bis 13. September 2010
Ort: Bisingen (Zollernalbkreis), Heimatmuseum
Gebühr: 20,- Euro


 

 
 
 
 

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... gibt eine Broschüre des baden-württembergischen Finanzministeriums, u.a. auch zu Museen und Museumsshops. Als PDF zum Herunterladen hier [1,1 MB]


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