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Im Labyrinth des Rechts?

Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste und der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (Hg.): Im Labyrinth des Rechts? Wege zum Kulturgüterschutz. Bearb. von Susanne Schoen und Andrea Baresel-Brand, Magdeburg 2007 (Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 5), brosch., 402 Seiten, 15 Abb., 24,90 Euro, ISBN 978-3-9811367-2-2

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Der vorliegende Band fasst die Vorträge einer Tagung zusammen, die im Oktober 2006 in Bonn stattgefunden hat. Die Beiträge behandeln die vielfältig verschlungenen Rechtsfragen rund um die Praxis des Kulturgüterschutzes: durch welche Regelungen deutsches Kulturgut geschützt wird, wie erfolgreich Rückgabeverhandlungen in der Praxis geführt werden und wo die Grenzen der Durchsetzbarkeit von Ansprüchen liegen. Ein Schwerpunkt liegt bei der sog. Beutekunst, also den von der Roten Armee konfiszierten deutschen Kulturgütern. Daneben geht es aber auch um den weltweit expandierenden illegalen Handel mit Kulturgütern und die Möglichkeiten und Grenzen polizeilicher Maßnahmen. Darüber hinaus werden auch die juristischen Probleme im Zusammenhang mit der Überlassung von Kulturgütern an öffentliche Einrichtungen thematisiert, wie sie unter anderem durch Leihverträge über Kulturgut aus dem Ausland entstehen. Der internationale Ausstellungsleihverkehr bietet hier zum Teil unerwartete Tücken, etwa durch Vergabevorschriften im Transportbereich.