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Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2007

Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart i. V. m. den Fachreferaten in den Regierungspräsidien, dem Archäologischen Landesmuseum, der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg u. Hohenzollern u. dem Förderkreis Archäologie in Baden (Hg.): Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2007. Stuttgart: Theiss Verlag 2008, brosch., 272 Seiten mit 243 meist farb. Abb., 21,90 Euro, ISBN 978-3-8062-2176-3

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Zum 27. Mal präsentieren die “Ausgrabungen” aktuelle Ergebnisse der archäologischen Forschung in Baden-Württemberg von der Altsteinzeit bis zur Neuzeit. In 64 gut bebilderten Beiträgen berichten Archäologen über die neuesten Grabungen und Funde im Land. Dass neben der Befunderhebung und –sicherung immer wieder auch spektakuläre Einzelfunde gelingen, zeigt das auf dem Umschlag des aktuellen Jahrbuchs abgebildete Reliquienkästchen aus dem 7. Jahrhundert, ergraben in einem alamannisch-fränkischen Gräberfeld am Rande von Hessigheim im Kreis Ludwigsburg. Wie in so vielen Fällen ergab auch hier eine Baulanderschließung den unmittelbaren Anlass zu einer umfangreichen Rettungsgrabung. Das aufwendig mit beschnitzten Beinplättchen verzierte, möglicherweise aus Italien stammende Kästchen wurde bereits 2006 geborgen und ist das prominenteste Stück unter inzwischen 5000 Objekten, die in annähernd 300 Hessigheimer Gräbern gefunden worden sind. Hervorzuheben sind weiterhin auch die Grabungsergebnisse des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützten Schwerpunktprogramms zu keltischen Fürstensitzen im Umfeld der Heuneburg und auf dem Ipf.