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Die Waldburg in Schwaben

Max Graf zu Waldburg-Wolfegg (Hg.): Die Waldburg in Schwaben. Ostfildern: Jan Thorbecke Verlag 2008, 216 Seiten, gebunden, zahlr. farbige Abbildungen, 29,80 Euro, ISBN 978-3-7995-1069-1

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Auf einem eiszeitlichen Höhenrücken thront die Waldburg über der Landschaft Oberschwabens; berühmt ist der Blick vom Dach der Burg auf das Voralpenland bei Föhnwetterlagen. Die Burg ist der Stammsitz eines ursprünglich welfisch-staufischen Ministerialengeschlechts, das im Mittelalter bedeutende Machtpositionen besetzte: Truchsesse, Schenke und Bischöfe gingen aus ihm hervor, unter anderem von Konstanz, Speyer und Straßburg. Im 13. Jahrhundert befanden sich sogar die Reichskleinodien auf der Waldburg. 1803 wurden die noch bestehenden Linien des Hauses Waldburg in den Reichsfürstenstand erhoben, doch bereits 1806 durch die neuen Königreiche Bayern und Württemberg mediatisiert. Heute beherbergt die Burg ein Museum und ist in den Sommermonaten zur Besichtigung geöffnet. Die Burg und ihre Baugeschichte bilden den Kern der Monografie, die nicht zuletzt dank ihrer guten Bildausstattung eine anschauliche Vorstellung von diesem Fixpunkt der Geschichte Oberschwabens vermittelt.