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S. Apollonia

Süddeutsch, Ende 18. Jh. | Gouache auf Pergament | H 10,6 cm x B 6,9 cm | Museum Ehingen

Das “kleine Andachtsbild” wird von einem einschlägigen Lexikon definiert als “ein Blatt von bescheidenen Ausmaßen, das, mit einer erbaulichen religiösen Darstellung geschmückt, … dazu bestimmt (ist), in ein Gebet- oder Erbauungsbuch eingelegt zu werden, um die geistliche Betrachtung seines Besitzers anzuregen und zu unterstützen.” Im 18. Jahrhundert ist die Herstellung von Andachtsbildern fromme Beschäftigung für Klosterfrauen. Aus einem süddeutschen Frauenkloster stammt ursprünglich auch das Bild der Hl. Apollonia von Alexandria, einer frühchristlichen Märtyrerin. Ihr Gedenktag in der katholischen Kirche ist der 9. Februar. Sie wird bei Zahnschmerz angerufen und gilt als Patronin der Zahnärzte, weil ihr der Henker nach der Legende vor dem Feuertod die Zähne ausgeschlagen hatte.

Lit.: Dieter Pack: Die historische Entwicklung des Apollonia-Kults unter besonderer Berücksichtigung des sog. ‘kleinen Andachtsbildes’, Würzburg 2003

 

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