Sonderprogramm Sammlungsqualifizierung

Ziel des Programms ist die weitere Professionalisierung im Umgang mit der Sammlung. Hierfür soll die digitale Erfassung von Objekten fortgeführt, der systematische Umgang mit ihnen verbessert und die Qualität der Sammlung gesteigert werden. Förderfähig sind:

  • Digitale Kurzerfassung von Sammlungsbeständen
  • Fotografische Erfassung von Sammlungsbeständen oder Teilsammlungen im Rahmen der Inventarisierung
  • Entwicklung eines Sammlungskonzepts inklusive einer Sammlungsstrategie
  • Weiterentwicklung der digitalen Standortverwaltung von Objekten im Depot
  • Qualifizierung digitaler Inventardaten zur Übertragung nach „museum-digital“

Hinweis: Der Landesstelle stehen für dieses Programm Mittel in Höhe von 300.000 EUR zur Verfügung, die möglichst zielgerichtet eingesetzt werden sollen. Es steht zu erwarten, dass nicht alle Antragstellenden berücksichtigt werden können.

Weitere Informationen zum Sonderprogramm wie zur Abwicklung der digitalen Antragstellung erhalten Sie hier:

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Zuwendungszweck

Durch das Sonderprogramm sollen an nichtstaatlichen Museen in Baden-Württemberg die Dokumentation und Systematisierung der Sammlungsbestände optimiert werden. Ziel der Zuwendung ist die weitere Professionalisierung im Umgang mit der Sammlung. Hierfür soll die grundlegende Erschließung der Sammlung fortgeführt, der systematische Umgang mit ihr verbessert und die Qualität der Sammlung gesteigert werden. Zudem soll die hieraus resultierende Weiterqualifizierung der Sammlung zu einer nachhaltigeren und effizienteren Nutzung von musealen Depotflächen führen.

 

Zuwendungsziel – Gegenstand der Förderung

Für folgende Maßnahmen kann eine Zuwendung gewährt werden:

  1. Digitale Kurzerfassung von Sammlungsbeständen
  2. Fotografische Erfassung von Sammlungsbeständen oder Teilsammlungen im Rahmen der Inventarisierung
  3. Entwicklung eines Sammlungskonzepts inklusive einer Sammlungsstrategie
  4. Weiterentwicklung der digitalen Standortverwaltung von Objekten im Depot
  5. Qualifizierung digitaler Inventardaten zur Übertragung nach „museum-digital“

Zu 1) Eine Förderung setzt voraus, dass aus dem Ergebnis der digitalen Kurzerfassung samt fotografischer Erfassung ein signifikanter Mehrwert für die Systematisierung des Gesamtbestandes hervorgeht. Hieraus muss sich ein verwertbarer Beitrag und deutlicher Impuls zur Weiterentwicklung des Sammlungskonzepts ergeben.

Zu 2) Die fotografische Erfassung wird als Ergänzung zur digitalen Kurzerfasssung bezuschusst.

Zu 3) Aus der Entwicklung der Sammlungsstrategie soll verbindlich hervorgehen, wo die Schwerpunkte der Sammlung bereits liegen und worauf sie in Zukunft gelegt werden sollen. Das Ergebnis soll aufzeigen, welche Sammlungsbereiche noch ergänzt oder abgeschlossen werden sollen. Ableitbar vom Sammlungskonzept und der korrespondierenden Strategie, sollte auch die Thematik Abgabe von Objekten oder ganzer Objektgruppen kritisch betrachtet werden. Diese kritische Betrachtung soll entlang des Leitfadens des Deutschen Museumsbundes und dem dort empfohlenen Vorgehen geschehen.

 

Antragsberechtigt – Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind alle nichtstaatlichen Museen aus Baden-Württemberg in privater und kommunaler Trägerschaft, die mindestens an 104 Halbtagen (entspricht 52 vollen Öffnungstagen im Jahr) für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Zuwendungsempfänger können kommunale Körperschaften sowie private gemeinnützige Träger oder private Träger sein.

 

Zuwendungskriterien

Für die Förderung der Maßnahme müssen folgende Kriterien erfüllt werden:

  • Zuverlässige Aussicht auf Erfüllung des Ziels zur Systematisierung und Weiterqualifizierung des Sammlungsbestandes
  • Umsetzbarkeit der Maßnahme im vorgegebenen Zeitrahmen
  • Angemessene Honorierung der externen Leistungen
  • Nachvollziehbarkeit und Angemessenheit der Kosten

 

Bewilligungszeitraum

Der Bewilligungszeitraum beginnt mit dem Erhalt des Zuwendungsbescheids und endet mit dem 31. Dezember 2024.

 

Bewilligungsbehörde

Bewilligungsbehörde ist die Landesstelle für Museen Baden-Württemberg als nachgeordnete Fachbehörde des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Hinweis: Der Landesstelle stehen für dieses Programm Mittel in Höhe von 300.000 EUR zur Verfügung, die möglichst zielgerichtet eingesetzt werden sollen. Es steht zu erwarten, dass nicht alle Antragstellenden berücksichtigt werden können.

 

Zuwendungsfähige Kosten

Zuwendungsfähig sind Sachkosten sowie Kosten für Honorarkräfte zur Erbringung der geforderten Leistungen. Sofern die rechtlichen Vorgaben des Museumsträgers es ermöglichen, können in Teilzeit beschäftigte, qualifizierte Mitarbeitende des antragstellenden Museums für das Vorhaben aufgestockt werden. Die aus dem Zuwendungsantrag hervorgehenden Kosten werden von der Landesstelle für Museen im Einzelnen geprüft und beurteilt.

 

Zuwendungsquote - Zuwendungshöhe

Die zuwendungsfähigen Kosten werden zu einem festen Satz von 90 Prozent bezuschusst. Die Zuwendungshöhe beträgt höchstens 20.000 Euro. Die Bagatellgrenze für eine Zuwendung beträgt 3.000 Euro.

 

Zuwendungsverfahren

Ab dem 15. Februar bis einschließlich 15. April 2024 kann über das digitale Förderverfahren auf der Webseite der Landesstelle ein Antrag auf Zuwendung angelegt und bearbeitet werden. Nach dessen Fertigstellung muss der Antrag heruntergeladen, ausgedruckt und unterzeichnet werden. Ein Zuwendungsantrag ist nur vollständig, wenn ihm aussagekräftige Kostenvoranschläge für das Vorhaben beigefügt sind, die der Landesstelle eine rechnerische und fachliche Prüfung des geplanten Projekts ermöglichen. Alle Dokumente werden der Landesstelle für Museen, Dorotheenstr. 4, 70173 Stuttgart, postalisch oder digital (info(at)landesstelle.de) zugestellt. Der Zuwendungsbescheid wird von der Landesstelle dem Antragsstellenden postalisch zugestellt.

Schritt 1: Nutzerkonto erstellen: Wird vom Antragstellenden angelegt.

Um unser digitales Förderverfahren nutzen zu können, können Sie für sich auf der Website der Landesstelle unter www.landesstelle.de/foerderung/sonderprogramm-sammlungsqualifizierung die Anmeldedaten für das Registrierungsverfahren anfordern. Im Anschluss können Sie Ihr Nutzerkonto erstellen und dieses mit einem persönlichen Passwort absichern.

 

Schritt 2 :  Zuwendungsantrag: Wird vom Antragstellenden digital bearbeitet und bei der Landesstelle postalisch eingereicht.

Zwischen dem 15. Februar und dem 15. April 2024 lässt sich über das digitale Förderverfahren auf der Website der Landesstelle ein Antrag auf Zuwendung stellen. Nach dessen Fertigstellung muss der Antrag heruntergeladen, ausgedruckt und unterzeichnet werden. Ein Zuwendungsantrag ist nur vollständig, wenn ihm aussagekräftige Kostenvoranschläge und ggf. Gutachten beiliegen, die der Landesstelle eine rechnerische und fachliche Prüfung des geplanten Projekts ermöglichen.

Bitte reichen Sie zudem auf einem formlosen Beiblatt folgende Angaben zu Ihrer Sammlung und deren Aufbewahrung ein:

  • Geschätzte Anzahl der Objekte
  • Geschätzte Anzahl der analog erfassten Objekte
  • Geschätzte Anzahl der bereits digital erfassten Objekte
  • Geschätzte Anzahl der nicht erfassten Objekte
  • Geschätzte Größe der Depotfläche oder Depotflächen

Alle Dokumente werden der Landesstelle postalisch oder digital (info(at)landesstelle.de) zugestellt.

 

Schritt 3 :  Zuwendungsbescheid: Wird von der Landesstelle zugestellt

Nach der fachlichen Prüfung und Zustimmung stellt die Landesstelle den Projektträgern einen rechtsverbindlichen Zuwendungsbescheid aus. Nach dessen Erhalt können die Projekte gestartet, dürfen Aufträge vergeben sowie die Auszahlung der Mittel angefordert werden. Die Landesstelle ist bemüht, die Anträge unmittelbar nach der Antragsfrist zu prüfen, um einen unverzüglichen Start der bewilligten Projekte zu ermöglichen.

 

Schritt 4:  Auszahlung der Fördermittel: Wird von der Landesstelle dem Antragstellenden zugewiesen

Fördermittel können frühestens einen Monat nach dem Erhalt des Zuwendungsbescheids ausgezahlt werden. Durch die Abgabe einer „Rechtsmittelverzichtserklärung“ lässt sich diese Frist umgehen. Das Formular hierfür erhalten Antragstellende zusammen mit dem Zuwendungsbescheid. Mit dem Erhalt der Zuwendung beginnt eine 3-monatige Frist, in der die Fördermittel verwendet werden müssen (LHO, § 44, Abs. 7). Eine Verlängerung dieser Frist ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich und muss rechtzeitig schriftlich bei der Landesstelle beantragt werden.

 

Schritt 5: Verwendungsnachweis: Wird vom Antragstellenden digital bearbeitet und bei der Landesstelle postalisch eingereicht.

Der Bewilligungszeitraum für die Durchführung der Projekte endet am 31. Dezember 2024. Bis dahin müssen die Projekte abgeschlossen sein. Der Verwendungsnachweis muss bis spätestens 31. März 2025 der Landesstelle zugestellt werden. Im Verwendungsnachweis legen Sie Ihre getätigten Investitionen dar. Erstellt wird der Nachweis über das digitale Förderverfahren auf unserer Website. Wie bereits der Zuwendungsantrag muss auch der Verwendungsnachweis heruntergeladen, ausgedruckt, unterzeichnet und der Landesstelle postalisch oder digital (info@landesstelle.de) zugestellt werden.

Weitere einzureichende Dokumente sind Rechnungen ab einer Höhe von 100,– Euro. Wir bitten um Verständnis dafür, dass gegebenenfalls auch Rechnungen unter 100,– Euro nachgefordert werden müssen. Private Zuwendungsempfänger weisen ihre Ausgaben mit Überweisungsbelegen (Kopie des Kontoauszugs, PDF-Ausdruck bei Online-Banking etc.) nach.

Bleiben die im Verwendungsnachweis ausgewiesenen Investitionen unter einer bereits erhaltenen Fördersumme, muss diese Differenz unverzüglich an die Landesstelle zurückgezahlt werden, wenn sie 250,- Euro überschreitet. Nach der Prüfung des Verwendungsnachweises ist das Förderverfahren abgeschlossen.

Handreichung zum Ablauf des Förderverfahrens Sonderprogramm "Sammlungsqualifizierung" | PDF

Heike Büttner, Dipl. Kulturmanagerin

Förderung, Verwaltung