Mentoring

„Dritte Runde“: Mentoring „Museumsmanagement – Freude an Leitung und Leitungskompetenz“ 2026

Das Mentoring der Landesstelle für Museen – Museumsakademie Baden-Württemberg richtet sich an neue Museumsleitungen. Es unterstützt Personen, die seit höchstens drei Jahren in dieser Funktion tätig sind. Ziel ist es, die fachlichen und persönlichen Fähigkeiten zu stärken. Die Teilnehmenden sollen sich zu sicheren Leitungs- und Führungspersönlichkeiten entwickeln.

Für das Jahr 2026 stehen sieben erfahrene Mentorinnen und Mentoren bereit. Die Bewerbungsfrist für das Mentoring endete am 15. Februar 2026.

Auch im kommenden Jahr wird das Mentoring wichtige Impulse geben und neue Museumsleitungen auf ihrem weiteren Weg begleiten. Die Ausschreibung für das Mentoring 2027 wird voraussichtlich Anfang kommenden Jahres erfolgen. 

Die Mentorinnen und Mentoren der „Dritten Runde“ für 2026

Die Mentorinnen und Mentoren sind erfahrene Führungspersönlichkeiten aus dem Museumsbereich. Sie unterstützen die Mentees mit Hinweisen, Tipps und Anregungen und geben Beistand in beruflichen Belangen auf Augenhöhe. Ihr Erfahrungswissen geben sie im Gespräch weiter und fördern situativ die Handlungskompetenz der Mentees.

Sieben Mentoren für sechs Mentees werden 2026 am Programm teilnehmen. Das Besondere ist, dass neben fünf einzelnen Mentoren auch wieder ein Mentoren-Tandem an den Start gehen wird:

Dr. Stefanie Dathe | Direktorin Museum Ulm

Stefanie Dathe ist seit Dezember 2016 Direktorin des Museums Ulm. Zuvor war sie Leiterin des Museums Villa Rot in Burgrieden-Rot und Kuratorin an der Städtischen Galerie Ravensburg.

Prof. Dr. Christina Haak | Wissenschaftliche Direktorin Landesmuseum Württemberg Stuttgart

Christina Haak ist seit 2023 wissenschaftliche Direktorin des Landesmuseums Württemberg in Stuttgart und ist seit Mai 2018 Vizepräsidentin des Deutschen Museumsbundes e.V. Zuvor war sie geschäftsführende stellvertretende Generaldirektorin an den Staatlichen Museen zu Berlin.

Dr. Martin Hoernes | Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung Berlin

Martin Hoernes ist seit 2014 Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung und hatte zuvor die Position des stellvertretenden Generalsekretärs der Kulturstiftung der Länder inne. Zuvor war er im Museumsbereich als Kurator und Projektleiter tätig.

Prof. Dr. Eckart Köhne I Direktor Badisches Landesmuseum Karlsruhe

Eckart Köhne ist seit 2014 Direktor des Badischen Landesmuseums in Karlsruhe und war bis Mai 2022 Präsident des Deutschen Museumsbundes. Zuvor war er Direktor und Geschäftsführer des Historischen Museums der Pfalz in Speyer.

Dr. Doreen Mölders I Direktorin Historisches Museum Frankfurt

Doreen Mölders ist seit Januar 2025 Direktorin des Historischen Museums Frankfurt. Zuvor war sie Leiterin des Westfälischen Landesmuseums für Archäologie und Kultur des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Vor ihrem Wechsel ins Ruhrgebiet arbeitete sie sechs Jahre als Kuratorin am Staatlichen Museum für Archäologie. 

Margit Langer und Thomas Hafen | Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

Margit Langer I Geschäftsführerin Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof, Gutach

Margit Langer ist seit 2007 Geschäftsführerin am Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof. Nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre und Romanistik war sie freie Mitarbeiterin bei der Forschungsgruppe Wahlen Mannheim, Südkurier Konstanz und SWR Stuttgart. Es folgte ein Volontariat Marketing/Öffentlichkeitsarbeit am Historischen Museum der Pfalz Speyer und ab 2005 war sie Marketingreferentin am Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof.

Thomas Hafen M.A. I wissenschaftlicher Leiter Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof, Gutach

Thomas Hafen ist seit 2007 wissenschaftlicher Leiter am Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof. Nach einem Studium der Volkskunde, Germanistik und Erziehungswissenschaft war er von 1999 bis 2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Bädermuseum in Bad Salzuflen und seit 2003 Museumspädagoge am Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof.

 

Blitzlicht auf die vergangenen Mentoring Beziehungen

In den aktuellen Museumsdiskursen rückt der Bedarf nach Kompetenzerweiterung von Leitungspositionen immer stärker in den Fokus. Gute Museumsarbeit braucht gute Führung. Gerade die Kollegiale Beratung von erfahrenen Museumsmachenden ist überaus wertvoll für Führungskräfte, die solche Positionen erst seit kurzem besetzen. Der Austausch auf Augenhöhe, flankiert durch die Außenperspektive kann entscheidend dazu beitragen, innovative Ideen zu entwickeln, schwierige Situationen zu bewältigen und den richtigen Draht zu den Mitarbeitenden, dem Träger und dem Publikum zu finden.

Wir blicken mit Kurzstatements von Mentees sowie Mentor*innen auf das Mentoring Programm, auf Aha-Erlebnisse, Fortschritte, Ziele und den fruchtbaren Austausch.

Prof. Dr. Christina Haak und Elena Hocke

“Ich habe erleben dürfen, dass ich als Mentorin nicht nur etwas zur Verfügung stelle – meine Erfahrungen – sondern dass ich auch lernen und etwas mitnehmen konnte, was wertvoll ist. Ich habe neue Blicke auf Kultur gelernt. Ich habe gelernt, dass wir als überzeugte Kulturakteure zwar unterschiedliche Rahmenbedingungen haben, aber uns die Grundthemen und -herausforderungen nicht nur verbinden, sondern gegenseitig bereichern. Wissen teilen, egal auf welchem Level oder aus welchem Anlass, ist ein wertvoller Aspekt in diesem Programm.” 

Prof. Dr. Christina Haak, Landesmuseum Württemberg Stuttgart

“Für mich war das Mentoringprogramm ein Glücksfall: eine großartige Chance und Bereicherung. Die Begleitung durch das Mentoringprogramm erfolgte zur rechten Zeit während der Gründungs- und Ertüchtigungsphase unseres Hauses als Stadtmuseum, Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Begegnungsstätte. Besonders wertvoll waren die konkreten Hilfestellungen bei grundlegenden Fragestellungen und gewinnbringende Orientierungshilfen. Von unschätzbarem Wert war für mich der Austausch mit einer erfahrenen Museumsleitung, der mir half, Zielsetzungen zu definieren, Strategien zu entwickeln und „Geburtsfehler“ zu vermeiden.  Ich erhielt dienliche Impulse, die ich in meiner Tätigkeit als Museumsleitung des Fruchtkastens Herrenberg einfließen lassen konnte.” 

Elena Hocke M.A., Fruchtkasten Herrenberg

Dr. Helga Huskamp und Dinah Rottschäfer

„Für mich war das Mentoring ein beidseitiger Resonanzraum, denn die Themen der jungen Direktorin sind letztlich auch meine. Sicherlich habe ich mehr Erfahrung, allein aufgrund der längeren Berufszeit. Die Erfahrungen zu teilen war ein gutes Reflexionsfeld – für uns beide.“

Dr. Helga Huskamp, Hamburger Kunsthalle

"Die Teilnahme am Mentoringprogramm war für mich eine sehr wertvolle Erfahrung. Der regelmäßige Austausch im geschützten Rahmen ermöglichte nicht nur eine Reflexion des eigenen Handelns und Wirkens als Führungskraft, sondern gab mir auch wertvolle Impulse für die tägliche Arbeit. Ich bin mir sicher, dass es meine weitere persönliche Entwicklung und die des Hällisch-Fränkischen Museums nachhaltig und positiv beeinflussen wird."

Dinah Rottschäfer, Hällisch-Fränkisches Museum Schwäbisch Hall

Dr. Martin Hoernes und Julia Brockmann

„Der Austausch mit jungen Kolleg*innen über die immer gleichen Themen und Konflikte in und um die Museen ist für beide Seiten bereichernd. Ich freue mich, wenn es gelingt, mit den Mentees ein Band zu knüpfen, das längerfristig trägt."

Dr. Martin Hoernes, Ernst von Siemens Kunststiftung Berlin

„Das Mentoring hat mir ermöglicht, einen strukturell anspruchsvollen Veränderungsprozess klar zu strukturieren und in ein lösungsorientiertes Projekt zu überführen. Die Perspektive eines erfahrenen Stiftungsleiters eröffnete neue Wege im Umgang mit einem komplexen Knoten der Museumsarbeit und wurde zu einem wichtigen Impuls in meinem ersten Amtsjahr, mit Wirkung weit über diesen Zeitraum hinaus.“

Julia Brockmann M.A., Städtische Museen Albstadt

Margit Langer, Thomas Hafen M.A. und Julian Windmöller M.A.

„Die Begegnung mit jungen Kolleginnen und Kollegen ist für uns stets eine Einladung, die eigenen Fragen aus früheren Jahren im Licht einer veränderten Gegenwart neu zu betrachten. Es fällt dabei auf sympathische Weise auf, dass an den Übergabepunkten der Generationen nicht etwa philosophische Diskurse, sondern meist ganz konkrete Fragen an die Organisation und Didaktik stehen. Wir sind mit Julian Windmöller in Stockach einem hochmotivierten Museumsleiter begegnet, der gleichermaßen spannende wie herausfordernde Aufgaben vor sich hat. Wir hoffen, dass wir Impulse geben konnten, die wir aus unserer Erfahrung heraus auch für andere Positionen als wertvoll erachten. Wir werden den Weg weiterhin verfolgen und gerne auch künftig die zweiten Meinungen bei Erdungen wie bei Höhenflügen sein.“

Margit Langer und Thomas Hafen M.A., Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof Gutach

 

„Der offene und ehrliche Austausch hat mich nicht nur bei meinen laufenden Aufgaben begleitet und gestärkt, sondern auch Impulse für die nächsten Jahre mitgegeben. Gleich von zwei Mentoren betreut zu werden war ein großes Glück. Insbesondere der wiederholte persönliche Austausch vor Ort war wertvoll. Das Museum und ich als Führungskraft werden auch weiterhin von den positiven Effekten dieses konstruktiven Austauschs profitieren.“

Julian Windmöller M.A., Stadtmuseum Stockach

 

Prof. Dr. Eckardt Köhne und Silke Höllmüller

„Als Mentor empfinde ich es besonders bereichernd, wie schnell sich neue Museumsleitungen durch das Programm entwickeln und empowern können sowie aktiv Verantwortung übernehmen. Eine Mentoringbeziehung ist keine Einbahnstraße, sondern ein vertrauensvolles Geben und Lernen in beide Richtungen. Ich wünsche mir, dass das Mentoring an der Museumsakademie noch vielen kommenden Mentees zur Verfügung stehen wird.“ 

Prof. Dr. Eckardt Köhne, Badisches Landesmuseum Karlsruhe

 

Das Museumsmentoring ist eine großartige Chance und Bereicherung: Die Begleitung durch eine:n erfahrene:n Mentor:in stärkt die eigene Person und minimiert spürbar den Druck der Anfangszeit. Die Mentoring-Gespräche schenken Zeit für fachlichen Austausch, Reflektion und Gedankenspiele, für die man im Alltag meist keine Kapazitäten hat. Dadurch habe ich zahlreiche Impulse bekommen, die ich sofort im Arbeitsalltag umsetzen konnte.“

Silke Höllmüller, Stadtmuseum Lahr

 

Dr. Yvonne Schülke

Referentin der Museumsakademie

Shahab Sangestan, M.A.

Leitung, Referent für Museumsmanagement