How to KI? Wir testen KI in der Objektdatenerfassung. Ein Blockseminar im LAB-Format in drei Terminen

  • Termin: 13.07. - 26.10.2026
  • Onlinekurs
  • Referent: Dr. Christian Gries
    Referent: Leslie Zimmermann
    Referentin: Noreen Klingspor
    Referentin: Susanne Opfermann
    Referentin: Hanna Warth-Geraci
  • Format: Online-Workshop im LAB-Format
  • Veranstalter: Museumsakademie Baden-Württemberg

Künstliche Intelligenz (KI) verspricht Museen neue Möglichkeiten, Sammlungsdaten effizienter und konsistenter zu erfassen und weiterzuentwickeln.

In diesem experimentellen LAB-Format werden diese praktisch überprüft, eingeordnet und kritisch reflektiert. Zugleich werden zentrale Fragen zu rechtlichen Rahmenbedingungen, ethischer Verantwortung, Zuverlässigkeit und der strategischen Einbindung von KI in den Museumsbetrieb behandelt.
Das dreiteilige Blockseminar vermittelt praxisnah Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten von KI in der Objektdatenerfassung. Die Veranstaltung ist als LABFormat konzipiert und verbindet eine Einführung in ein KI-gestütztes Werkzeug zur Objektdatenerschließung mit der exemplarischen Arbeit an eigenen Sammlungsdaten der teilnehmenden Museen. Die Weiterbildung gliedert sich in drei aufeinander aufbauende halbtägige LAB-Termine. Thematische Schwerpunkte sind unter anderem rechtliche und ethische Aspekte des KI-Einsatzes, ökologische Fragestellungen, die Einbindung von KI in die Digitalstrategie des Hauses, Erwartungen und Grenzen KI-gestützter Systeme sowie Grundlagen der AI-Literacy.

Ein zentraler Bestandteil ist die experimentelle Praxisphase: Die teilnehmenden Museen bringen ausgewählte Sammlungsdaten und Objektbilder ein und nutzen diese für die gemeinsame Arbeit im LAB. KI-gestützte Verfahren zur Objektdatenerfassung werden exemplarisch erprobt, verglichen und reflektiert. Im Fokus stehen der Erkenntnisgewinn und der Aufbau von Handlungssicherheit im Umgang mit KI; entstehende Ergebnisse sind als Arbeitsstände zu verstehen und bedürfen einer fachlichen Nachprüfung und Weiterbearbeitung im Museum. Ziel der Veranstaltung ist es, die AI-Literacy in Museen nachhaltig zu stärken und ein praxisnahes Verständnis für die Einsatzmöglichkeiten von KI in der Objektdatenerfassung zu vermitteln. Die Teilnahme setzt die verbindliche Mitwirkung an allen drei LAB-Terminen sowie die aktive Mitarbeit voraus.
Voraussetzung ist zudem die Berechtigung, Objektbilder und Sammlungsdaten für die KI-gestützte Analyse bereitzustellen. Die Daten werden ausschließlich in einem lokalen, geschützten Seminarumfeld genutzt und nicht weitergegeben. Bitte stellen Sie vor Anmledung sicher, dass Sie Zugang zu ihren Sammlungsdaten haben und die Genehmigung Objektabbildungen und Objektdaten innerhalb des LABs einbringen zu dürfen. Zum Einstieg ins Blockseminar wird eine zusätzliche Informationsveranstaltung angeboten. Hier wird sowohl der Ablauf der LABs, als auch Erwartungen, Anforderungen und weitere Detailfragen geklärt.

Verbindliche Termine des Blockseminars: 

Infoveranstaltung: Mo., 13.04.2025, 14:00-15:30 Uhr

LAB 1: Mo., 04.05.2026, 14:00-17:00 Uhr (erfolgt)
LAB 2: Mo., 13.07.2026, 14:00-17:00 Uhr
LAB 3: Mo., 26.10.2026, 14:00-17:00 Uhr

Mit Ihrer Anmeldung melden Sie sich verbindlich für diese drei LAB-Termine plus Infoveranstaltung an.


Dr. Christian Gries ist Kunsthistoriker und Medienentwickler. Als Geschäftsführer einer Medienagentur und Gründungsmitglied der Kulturkonsorten hat er über Jahrzehnte in der Beratung und Entwicklung von Kultureinrichtungen in allen Themenfeldern der Digitalisierung gearbeitet. Er hat Lehraufträge an zahlreichen Universitäten und eine Vielzahl von Veranstaltungen und Veröffentlichungen durchgeführt bzw. auf den Weg gebracht. Seit September 2020 leitet er am Landesmuseum Württemberg in Stuttgart die Abteilung „Digitale Museumspraxis und IT“ und ist weiterhin auch selbstständig tätig.


Leslie Zimmermann ist Referent für Künstliche Intelligenz (KI) und Digitalstrategie an den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim und lehrt am Lehrstuhl für Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit der Universität Mannheim. Zuvor arbeitete er als Referent für Digitale Strategie bei der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Städel Museum in Frankfurt am Main.

Foto: Maria Schumann


Noreen Klingspor studierte Museumskunde sowie Kunstgeschichte in Berlin und Stuttgart. Sie arbeitet seit 2010 am Landesmuseum Württemberg, wo sie zunächst verschiedene Projekte im Bereich digitaler Sammlungsdokumentation umsetzte. 2016 übernahm sie die neu geschaffene Stabsstelle Digitale Museumspraxis zur Förderung der Digitalität des Landesmuseums. Seit 2020 arbeitet sie in der zeitgleich eingerichteten Abteilung Digitale Museumspraxis & IT und für das digitale Sammlungsmanagement mit den Schwerpunkten Objektdatenbank, Digital-Asset-Management sowie Online-Publikation.


Susanne Opfermann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Landesstelle für Museen und verantwortlich für die Kompetenzfelder Sammlung und Digitalisierung. Ihr Schwerpunkt liegt auf Sammlungsdatenmanagement, Sammlungsqualifizierung sowie der Entwicklung von Sammlungskonzepten und -strategien. Sie berät Museen bei der digitalen Objektdatenerfassung, koordiniert den Datentransfer nach museum-digital und betreut digitale Schnittstellen. Als Kunsthistorikerin mit digitalem Background verbindet sie inhaltliche, technische und strategische Perspektiven und hat die Vernetzung von analoger und digitaler Sammlungsarbeit im Blick.


Hanna Warth-Geraci studierte in Leipzig Museologie und befasste sich in ihrer Abschlussarbeit mit der Sammlungsdokumentation in Museen. Sie arbeitete in Digitalisierungsprojekten am Badischen Landesmuseum und dem Stadtmuseum Bietigheim-Bissingen. Seit 2021 ist sie im Sammlungsdatenmanagement am Landesmuseum Württemberg in der Abteilung Digitale Museumspraxis & IT tätig. Sie ist zertifizierte Trainerin für Forschungsdatenmanagement.  


Die Teilnahme an den Eigenveranstaltungen der Museumsakademie ist kostenlos. Lediglich die Anreise und evtl. aufkommende Übernachtungskosten am Veranstaltungsort gehen zu Lasten der Teilnehmer*innen. Aufgrund der oftmals limitierten Teilnehmer*innenanzahl ist eine rechtzeitige Anmeldung ratsam. Bitte haben Sie Verständnis, dass bei stark nachgefragten Workshops und Veranstaltungen mit limitierter Teilnehmer*innenanzahl nur zwei Personen pro Museum zugelassen werden können.