Was bleibt? Erfahrungsbericht Pilotprojekt „Fit für die Zukunft – Klimafolgenanpassungen in Museen“ mit Vorstellung des Leitfadens Klimafolgeanpassung

  • Termin: 02.11.2026 | 14:00-15:30
  • Onlinekurs
  • Referent: Stefanie Dowidat
    Referent: Sebastian Krück
    Referentin: Naima Lipka
  • Teilnehmer*innen: 100
  • Veranstalter: Museumsakademie Baden-Württemberg

Kultureinrichtungen sind zunehmend von den Folgen des Klimawandels betroffen: Extremwetterereignisse wie Starkregen, Stürme, Hitzeperioden und Dürren verursachen Schäden an Gebäuden, Sammlungen und Außenanlagen wie historischen Gärten.

Die Kosten für direkte materielle und immaterielle Schäden sind schon jetzt enorm und werden künftig weiter steigen.
Sechs Museen wurden in einem von der Landesstelle für Museen initiierten Pilotprojekt von dem Think-and-Do-Tank adelphi und dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP befähigt, Klimarisiken eigenständig zu erkennen, zu bewerten und daraus geeignete Anpassungsmaßnahmen abzuleiten. Ein individuelles Klimarisikoprofil wurde erarbeitet und geeignete Maßnahmen entwickelt. In der digitalen Veranstaltung sprechen zwei teilnehmende Museen von ihren Herausforderungen und möglichen Lösungen. Dabei geht es um Maßnahmen, die unmittelbar eingeleitet werden können und jene, die langfristig umzusetzen sind. 
 
Zudem stellen Expert*innen in der Veranstaltung die aus dem Pilotprojekt resultierende Handreichung Klimafolgenanpassung – Ein Leitfaden für Museen vor. Anhand von sechs Arbeitsblättern können Museen eigenständig Schritt für Schritt unter anderem ein Klimarisikoprofil erstellen, Handlungsfelder priorisieren und geeignete Maßnahmen ergreifen. Damit kann Klimaanpassung strategisch in die Museumsarbeit integriert und Umsetzung planvoll angegangen werden.
 
Das Pilotprojekt wurde mit der Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg umgesetzt. Frau Dr. Claudia Rose, Leiterin der Abteilung Kunst und Kultur im Ministerium wird einleitend auf die Bedeutung von Klimafolgenanpassung in den Kultureinrichtungen Baden-Württembergs eingehen.

 


Stefanie Dowidat ist Ausstellungsgestalterin, Dipl. Innenarchitektin, Museologin und Transformationsmanagerin für nachhaltige Museen. Als Ausstellungsgestalterin war sie am LWL-MAK, Herne sowie als Dozentin an der Uni Würzburg tätig und beriet bundesweit Museen in Fragen zur Nachhaltigkeit. Seit Februar 2025 ist sie Referentin der Landessstelle für Museen Baden-Württemberg und hier Ansprechpartnerin für die Themen Museale Gestaltung und Nachhaltigkeit.


Sebastian Krück ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP im Geschäftsfeld Kulturerbeforschung. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Projekte zur Klimafolgenanpassung, hygrothermischer Simulationen und digitalen Technologien für die Erfassung von historischen Gebäuden.


Naima Lipka arbeitet als Consultant bei dem Think Tank adelphi, wo sie u.a. die Projekte „Klimaanpassung in Museen“ und „Klimaanpassung in Kultureinrichtungen“ koordinierte. Sie beschäftigt sich seit fünf Jahren mit dem Thema Klimaanpassung und hat zu über 30 Klimarisikoanalysen weltweit beigetragen.


Die Teilnahme an den Eigenveranstaltungen der Museumsakademie ist kostenlos. Lediglich die Anreise und evtl. aufkommende Übernachtungskosten am Veranstaltungsort gehen zu Lasten der Teilnehmer*innen. Aufgrund der oftmals limitierten Teilnehmer*innenanzahl ist eine rechtzeitige Anmeldung ratsam. Bitte haben Sie Verständnis, dass bei stark nachgefragten Workshops und Veranstaltungen mit limitierter Teilnehmer*innenanzahl nur zwei Personen pro Museum zugelassen werden können.